Taschenlampen app ohne spionage

März Die App TeslaLED ist kostenlos und versorgt den Nutzer mit Licht - ohne Werbung und Spionage. Quelle: DPA. Eine Taschenlampenfunktion.
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Mehr Zugriff braucht diese App wirklich nicht. Viele Apps verlangen diesen Zugriff ebenso, auch wenn diese Funktion gar nicht mit dieser App genutzt werden kann. Hier liegt die Gefahr darin, dass Sie Ihrem Smartphone erlauben, als mobile Wanze missbraucht zu werden. Sollte ein Hacker den Spitzel-Auftrag von der Konkurrenz mittels dieser App ausführen, dann können Sie ahnen, was passiert. Bei wirklich geheimen Besprechungen und bei Gesprächen über Firmen-Strategien und Innovationen sollten die Smartphones aller Beteiligten am besten nicht im selben Raum sein — das wäre konsequent zu Ende gedacht.

Bei der Installation und Nutzung von allen Apps sollte man also darauf achten, dass man nur das freigibt und Zugriffsrechte dafür erteilt, was unbedingt nötig ist. Eine Navigations-App funktioniert natürlich nur, wenn sie auf den Standort zugreifen kann. Aber muss die Navi-App auch unbedingt die eigene Kontaktliste einlesen?

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Oftmals werden gesammelte Daten zu Werbezwecken genutzt oder weiter gegeben. Verifizierter kann man Daten nicht erheben, in dem man ein gut gepflegtes Telefonbuch aus einem Smartphone bekommt. Eine Verarbeitung und Speicherung der Daten auf Anbieterseite ist dann möglich. Damit rechnen die Apps, dass der Mehrwert höher erscheint und die App-Nutzer daher die weitreichende Erlaubnis geben, auf private und geschäftliche Daten zuzugreifen.

Interessant ist auch, dass man mit WhatsApp keine neuen Kontakte aus der Ferne über die reine Angabe einer Mobilfunknummer hinzufügen kann. Wer das Auslesen der Kontakte verboten hat, kann sich nur hinzufügen lassen! Denn dieser muss in der App Zugriff auf seine Kontakte gewähren. Damit macht sich der WhatsApp-Kontakt sogar strafbar, wenn man es rechtlich genau auslegt.

Taschenlampen-APP entpuppt sich als kleines Spionageprogramm

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt es auf. Neulich ist ein Fall bekannt geworden, der an sich in die familiäre Privatsphäre gehört, aber vor einem Amtsgericht verhandelt wurde. Unter anderem, da die Gefahr bestehe, dass das Kind von Dritten kostenpflichtig abgemahnt werden könne.

Diese Daten wiederum können von WhatsApp ausgelesen und weitergegeben werden, was die Rechte der Betroffenen auf Schutz ihrer personenbezogenen Daten in dem Fall: Kontaktdaten verletzt. Hierzu erklärte E. Kurz gesagt: Eltern wurden dazu verdonnert, ihre Kinder von WhatsApp fernzuhalten, da dessen Umgang mit Daten nicht den Gesetzen in Deutschland entspreche. Geht es uns da nicht ähnlich? Weiterhin erklärte das Gericht:. Das gilt nun nicht nur für einen dreizehnjährigen Jungen, sondern das Gericht hat dieses meines Erachtens ja allgemeingültig festgestellt!

Somit sind wir alle betroffen, sobald wir eine App nutzen, der wir erlauben müssen , das eigene Adressbuch zu nutzen beziehungsweise den Zugriff darauf zu erlauben.

Taschenlampen-App: Das sind die besten Alternativen für Android

Wie sieht das nun im Business aus? Müssen wir allen Kontakten, die in unserem Smartphone-Adressbuch stehen, Bescheid geben, dass die Daten an WhatsApp weitergeleitet und diese dort genutzt werden? Ja, wir müssten jeden einzeln um Erlaubnis fragen! Könnten wir abgemahnt werden, sobald bekannt wird, dass wir WhatsApp beruflich sowie privat nutzen? Die Informationen, die gesammelt werden, hat WhatsApp hier zusammengestellt: Datenschutzrichtlinie.

App-Entwickler können sich aussuchen, mit welchen Berechtigungen sie ihre Apps ausstatten. Sie könnten sogar eine harmlose Taschenlampen-App so programmieren, dass sie euren Standort abruft und euer Adressbuch ausliest. Bei der Installation einer neuen App müsst ihr all solchen Berechtigungen zunächst zustimmen — oder ganz auf den Download verzichten.

Mehr Macht über die Berechtigungen von Apps habt ihr im Einstellungsmenü. Dort gibt es für jede installierte App eine Palette an Berechtigungen, die sich per Schieberegler an- oder abschalten lassen. Besonders nutzerfreundlich ist das aber nicht gestaltet. Ihr könnt nämlich nicht per Knopfdruck alle App-Berechtigungen auf ein Minimum reduzieren, sondern müsst jede installierte App einzeln überprüfen.

Telekommunikation

Seid ihr zum Beispiel mit eurem Google-Account im Browser angemeldet, darf der Konzern all eure Suchanfragen auswerten. Dabei entsteht eine Liste mit Interessen, die Dutzende Einträge umfassen kann. Je nach Surfgewohnheiten ist euer Werbeprofil mehr oder weniger ausführlich. Euer persönliches Werbeprofil könnt ihr unter diesem Link checken.

Dass Google so ein Werbeprofil überhaupt erstellt, lässt sich nicht abschalten. Wohl aber, ob ihr auf Grundlage des Profils personalisierte Werbung erhaltet. Weitere Tipps für anonymes Browsen findet ihr hier. Diese Funktion ist ebenso praktisch wie riskant: Google hilft euch dabei, euer Android-Gerät zu finden, wenn ihr es verlegt oder verloren habt.

Es genügt Passwort des mit dem Handy verknüpften Google-Accounts, schon lässt sich das Gerät orten, sperren oder löschen — zumindest, wenn es eingeschaltet ist. Der Vorteil: Wenn das Handy plötzlich weg ist, seid ihr für diese Funktion möglicherweise sehr dankbar. Der Nachteil: Wenn jemand das Passwort eures verknüpften Google-Accounts herausfindet, kann er oder sie euch permanent orten und per Knopfdruck eure Daten löschen. Das Szenario ist gar nicht unwahrscheinlich. Es würde schon reichen, wenn ihr euch an einem PC mit eurem Google-Account anmeldet, etwa um Mails zu checken, und den Logout vergesst.

Dann kann jeder Nutzer, der nun im Browser den Link des Ortungsdiensts aufruft, auf euer Handy zugreifen. Letztlich muss wohl jeder entscheiden, ob sich "Mein Gerät finden" lohnt. Die Funktion ist ab Werk aktiv. Backups können nützlich sein, etwa wenn euer Handy kaputt ist und ihr wichtige Daten retten wollt.

iPhone-Apps: Simple Taschenlampe: Flashlight

Im besten Fall hilft euch das Backup dabei, die Einstellungen und Dateien eures alten Handys auf ein neues zu übertragen. Andererseits kopiert ihr mit einem automatischen Backup wahrscheinlich mehr Daten auf fremde Server, als euch lieb ist. Auch die Menüs unserer beiden Testgeräte sahen unterschiedlich aus. Android macht es Nutzern also nicht einfach, die Backup-Einstellungen zu verstehen.

Wenn ihr immer genau wissen möchtet, welche eurer Daten gerade auf fremde Server kopiert werden, schaltet ihr automatische Backups dieser Art besser ganz ab. Wirklich wichtige Dinge wie Kontakte oder Fotos lassen sich auch manuell sichern und dann auf einer separaten Festplatte speichern. So gibt es etwa die Funktion "Meine Aktivitäten", die Google wie folgt beschreibt: "Entdecken Sie Dinge wieder, die Sie schon einmal gesucht, gelesen oder angesehen haben". In anderen Worten: Android führt haargenau Buch darüber, was ihr tut. Ihr könnt also auf die Minute genau nachschlagen, welche Bushaltestelle ihr etwa vor drei Jahren mit Google Maps gesucht habt oder welches YouTube-Musikvideo ihr euch letzten Sommer immer wieder gegönnt habt.

Es muss wohl jeder für sich entscheiden, ob das "Wiederentdecken von Dingen" so viel Tracking wert ist. Unter diesem Link könnt ihr checken , ob auch ihr einmal dieser Art der Datensammlung zugestimmt habt und Android eine entsprechende Chronik eurer Aktivitäten angelegt hat.

Bei unserem Test entdeckten wir, dass auch ein Motherboard-Redakteur diese Funktionen jahrelang auf seinem Handy eingeschaltet hatte, ohne davon zu wissen. Um die genannten Einstellungen abzuschalten müssen gleich drei Schieberegler auf "aus" gestellt werden. Unter "Geräteinformationen" stellt man sich wohl spontan Dinge wie das Handymodell oder die Version des Betriebsystems vor.

Google meint damit aber eure Kontakte, euren Kalender, Apps, Musik und technische Informationen über das Handy wie etwa denAkkustand, wie der Konzern auf einer Supportseite erklärt.